Musik auf Social Media ist ein Thema, bei dem sich so mancher schon eine Abmahnung eingefangen hat.
Ich habe zwei Wege gefunden, die für mich funktionieren und die sehr wenig bis nichts extra kosten.
Eigene Aufnahmen, Du hast es eh immer dabei
Ich halte gerne mal mein Handy in die Luft und mache eine Sprachmemo… ohne Sprache halt. Beim Spaziergang, beim Fotografieren… wenn ich ein schönes Glockengeläut höre oder Vogelgezwitscher im Wald, einen plätschernder Bach. Diese Sounds entstehen, weil ich da bin und aufmerksam bin. Kein Urheberrecht, keine Lizenzfragen, dafür echter Charakter. Und dieser Ton passt oft viel besser zu meinen Naturbildern von energien-der-welt.com, als jede komponierte Musik.
KI-Musik mit Suno
Für Posts, bei denen ich eine bestimmte Stimmung brauche oder Klänge aus der Natur nicht passen, nutze ich Suno. Das ist ein KI-Musikgenerator, der auf Basis eines Textprompts innerhalb von Sekunden einen kompletten Track erstellt. Suno Pro kostet rund 10 Euro im Monat, ist aber monatlich kündbar. Wenn du also einfach mal 15 oder 30 Tracks für deine nächsten Posts erstellen willst, kostet dich das 10 Euro im Monat und du kannst gleich wieder kündigen.
Mit dem Pro-Plan liegen die Nutzungsrechte laut Sunos Nutzungsbedingungen aktuell bei mir – zumindest ist das der aktuelle Stand, denn rechtlich ist in diesem Bereich noch einiges in Bewegung. (Tipp: Hebe die Rechnung auf, damit du einen Nachweis hast.)
Wichtig: Benenne deine Tracks in Suno direkt beim Erstellen und nummeriere sie durch. Sonst wird es schnell unübersichtlich, wenn du öfter generierst.
So funktioniert es in der Praxis
Öffne in Suno den Custom Mode. Dort gibt es ein Feld für den Style of Music. Hier beschreibst du, wie die Musik klingen soll.
Suno funktioniert mit englischen Prompts deutlich besser als mit deutschen. Wenn du dir bei der Formulierung unsicher bist, kannst du die Prompts einfach mit Claude oder ChatGPT erstellen lassen. Kurze Beschreibung was du willst und Claude liefert dir einen fertigen Prompt.
Das Lyrics-Feld lass leer, das Häkchen bei Instrumental setzen und generieren lassen. Suno erstellt immer zwei Varianten zur Auswahl.
Lass einen Prompt ruhig mehrfach laufen. Suno liefert jedes Mal ein anderes Ergebnis, und manchmal ist der dritte Versuch deutlich besser als der erste. Wenn du „no vocals“ nicht explizit in den Prompt schreibst, bekommst du außerdem schnell jemanden, der mitsingt, also immer dazu schreiben.
Drei Beispiel-Prompts für dich
Für etwas Eingängiges mit Schwung:
indie pop, acoustic guitar, light drums, sunny and positive, summer feeling, catchy melody, no vocals
Für etwas mit mehr Energie:
funk rock, electric guitar, groovy bass, driving drums, 70s vibe, lively and energetic, no vocals
Für Classic Rock der 70er und 80er:
classic rock guitar, Hammond organ, driving drums, fat bass, 70s and 80s rock sound, guitar solo, powerful and energetic, live feeling, no vocals
Und wenn du doch eine Stimme dazu haben möchtest, dann schreibe einfach noch eine Textzeile in das Feld Lyrics.
Die fertigen Tracks kannst du direkt herunterladen und in deinen Videos verwenden.
Warum das für mich Sinn macht
Ich habe keine Lust herauszufinden, ob ein Song, der mir irgendwo als lizenzfrei angeboten wird, das für meinen konkreten Verwendungszweck auch wirklich ist. Mit eigenen Aufnahmen bin ich da fein raus. Mit Suno sollte es passen, wobei ich ehrlich gesagt ein Auge drauf behalte, was sich rechtlich noch tut.
Musik zum Download
Ich habe mit den 3 Beispiel-Prompts oben ein paar Tracks mit Suno Pro erstellt, die du direkt hier herunterladen und für deine Posts verwenden kannst. Den Haftungshinweis lesen, verstehen, MP3s herunterladen, fertig.
Haftungshinweis:
Diese Songs wurden mit Suno Pro erstellt. Laut den Nutzungsbedingungen von Suno darf ich als Pro-Nutzer die generierten Tracks weitergeben und zur Nutzung anbieten. Die Songs dürfen für private und kommerzielle Zwecke verwendet werden, zum Beispiel als Hintergrundmusik in Social-Media-Videos, Reels oder Posts. Weiterverkauf oder Weitergabe der Songs als eigenständige Musikdateien ist nicht gestattet. Die Rechtslage rund um KI-generierte Musik entwickelt sich aktuell noch. Ich übernehme keine Garantie dafür, dass die Nutzung der Songs in jedem Kontext und in jeder Jurisdiktion rechtlich unproblematisch ist. Jeder trägt die Verantwortung für die Prüfung der für ihn geltenden Regeln selbst. Eine Haftung meinerseits für Abmahnungen, Schadensersatzforderungen oder sonstige rechtliche Konsequenzen ist ausgeschlossen.
So, hier die MP3s:


